Einige Nachrufe über Jaroslav Opela im Internet

""Wir alle haben uns einer Kunst verschrieben, die zu Herzen geht und
unsere Gefühle anspricht - das eigentliche Wunder des Lebens."
Jaroslav Opela über seine 45-jährige Arbeit mit dem Münchner Laienorchester
Wilde Gungl."

29. Dezember 2016, Website Bayerischer Rundfunk / BR-KLASSIK, page 8/15

 

Traueranzeigen 2. Juli 2016, Süddeutsche Zeitung

 

Nachruf 1. Juli 2016, Website operaplus.cz

 

Nachruf 1. Juli 2016, Website dénik.cz

 

Nachruf 28. Juni 2016, Website klassik.com

 

Nachruf 27. Juni 2016, Website SZ.de, Wolfgang Eitler

 

Nachruf 26. Juni 2016, Website Bayerischer Rundfunk / BR-KLASSIK

Trauerbekundung für Ehrendirigent Jaroslav Opela, verstorben am 25.6.2016
© Urban Steiner

Jaroslav Opela 45 Jahre Dirigent der Wilden Gungl

Jaroslav Opela, der langjährige Dirigent, übergab Ende 2014 den Taktstock bei der Wilden Gungl an seinen Nachfolger und verabschiedet sich mit folgenden Worten:

 

Es ist mir eine große Freude, im Jubiläumsjahr der Wilden Gungl auch ein eigenes Jubiläum zu feiern: 45 Jahre bin ich Dirigent dieses Symphonieorchesters, länger als die Hälfte meines Lebens.

Es war die Liebe zur Musik, die uns geholfen hat, gemeinsam durch Höhen und Tiefen zu gehen. Durch harte Arbeit konnte ich das Orchester so  formen, wie es sich heute präsentiert. Man kann durchaus von einer besonderen Ära sprechen.

Mit der Uraufführung des Werkes meines Freundes und „Komponisten in Residenz“ der Gungl, Wilfried Hiller, und mit der dvořákischen Symphonie beende ich meine Tätigkeit als Chef dieses Orchesters.

Ich wünsche der Wilden Gungl weiterhin viel Erfolg, schöne Konzerte, große Liebe zur Musik, und Danke allen von Herzen für die schöne Zeit.

 

Jaroslav Opela

Biographie Jaroslav Opela

Geboren in Mährisch Ostrau; sein Dirigentenstudium an der Janacek Akademie der Musischen Künste in Brünn (bei Professor Bretislav Bakala) absolvierte er mit einem Diplom mit Auszeichnung und wurde bereits 1958 als jüngster Dirigent in der Tschechoslowakei Leiter der staatlichen Philharmonie in Zlin, wo er acht Jahre gewirkt hat.

 

Seit 1966 lebt Jaroslav Opela in Deutschland. Im Jahre 1968 wurde er von Rafael Kubelik an den Bayerischen Rundfunk nach München berufen, wo er bis zum Jahr 2000 tätig war, zuerst als Assistent des Chefdirigenten, die letzten acht Jahre (ab 1992) als Direktor des Münchner Rundfunkorchesters.

 

Im Jahr 1968 wurde er Preisträger des Internationalen Dirigentenwettbewerbes der Academia Santa Cecilia Roma. Er ist Meisterschüler von Rafael Kubelik und Franco Ferrara. Er hat mit Leonhard Bernstein, Sir Colin Davis und Lorin Maazel eng zusammengearbeitet. Zahlreiche Konzerte, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen führten ihn nach Italien, Grossbritannien, Frankreich, Österreich, Luxemburg, Griechenland, Finnland, Jugoslawien, Slowenien, Mazedonien, in die Türkei und in die Schweiz, nach Taiwan und Südkorea, wo er in der Saison 1971-72 Gastchefdirigent des National Symphony Orchestra in Seoul war. Ab 1986 war er daneben auch zehn Jahre lang an der Hochschule für Musik in München als Chef des Hochschulorchesters tätig. Die Fachkritik bewertet bei Jaroslav Opela seine spontane und lebendige dirigentische Leistung, hohe künstlerische Qualität, inspirierende Interpretation und perfekte systematische Probenarbeit.

Dachauer Nachrichten-Artikel vom 18. Juli 2014
© Horst Kramer (Text und Fotos) | mit freundlicher Genehmigung der Dachauer Nachrichten

„Opela nimmt Abschied“

„Selten hat man in Münchner und angrenzenden Konzertsälen so eine inspirierte Vorstellung des berühmtesten Dvorák-Werkes gehört.“

 

Horst Kramer

Verfasser des Zeitungsartikels vom 18.7.14 über das Konzert am 12.7.14 in den Dachauer Nachrichten

 

 

Link zum ganzseitigen PDF-Artikel

2009: 40 Jahre Jaroslav Opela als Chef und künstlerischer Leiter der „Wilden Gungl“

„Als ich am 1. Januar 1968 nach München kam, ahnte ich nicht, daß es die Stadt sein sollte, in der ich bis heute leben und wirken würde:

 

  • 32 Jahre am Bayerischen Rundfunk (anfangs  beim Symphonieorchester als Assistent der Chefdirigenten Rafael Kubelik, Sir Colin Davis und Lorin Maazel, bei letzterem nur acht Tage, die letzten acht Jahre beim Rundfunkorchester als dessen Direktor);
  • 10 Jahre an der Musikhochschule als Chef des Hochschulorchesters;
  • 40 Jahre bei der Wilden Gungl.

Das erste Konzert dirigierte ich am 7. Dezember 1969, heute nun das Jubiläum, das schon wegen der Länge des Zeitraums einmalig ist.

Die Wilde Gungl ist nicht nur ein Orchester, sie ist eine Institution, verankert in einer Tradition, die verpflichtet (Richard Strauss). Neben Eigenschaften, die ich als professioneller Dirigent besitze – klare Vorstellungen von der Interpretation, pädagogische Fähigkeiten, Motivation, Inspiration – lernte ich Neues hinzu: Umgang mit Menschen, die sich aus Liebe zur Musik freiwillig jeden Montag treffen, um hart zu proben, große Werke der Musikliteratur selbst zu spielen, für die jedes Konzert ein Fest ist, das den Alltag vergessen läßt und zu einem Musikerlebnis wird, das sie selbst schaffen. Vielleicht ist das das Geheimnis, das uns zusammenwachsen ließ: wir sind eine Familie geworden, ich habe viele gute Freunde gewonnen, und die Zusammenarbeit bereitet mir bis heute glückliche Momente und Freude.

 

So danke ich

 

  • den Präsidenten des Vereins Dr. Hans Raff, Otto Bohl, Rudi Rieser und den vielen, die im Vorstand gearbeitet haben, für die Kontinuität, Unterstützung und Organisation;
  • dem Orchester, das immer größer wurde, für die Freude am gemeinsamen Musizieren, die Liebe zur Musik und die gemeinsam verbrachte Zeit;
  • unserem Pulikum für seine Förderung und Treue.

Wir alle haben uns einer Kunst verschrieben, die zu Herzen geht und unsere Gefühle anspricht – das eigentliche Wunder des Lebens.“

 

München, im November 2009

Jaroslav Opela

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